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30. August 2017

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Sind wir bereit, den Herbst mit seinen unglaublich tollen Farben zu empfangen?

Öffne Dich der Natur. Was stirbt, wird wieder geboren.

Dafür stehen Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

 

©Birgit Heller-Meyer


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"Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen" Ein Buch von Bronnie Ware

Bewusst leben - im Hier und Jetzt. Sich selbst sein. Gehe Deinen Weg.

Das alles hört sich heutzutage schon wie leicht hingesagte Floskeln an. Aber was heißt das eigentlich konkret? Was bereuen wir, wenn unser Leben zu Ende geht? Welche Wünsche blieben unerfüllt, welche Sehnsüchte wurden nie gestillt? Die Palliativpflegerin Bronnie Ware, die mehrere Jahre lang Sterbende betreut hat, hat ein Buch über jene Dinge geschrieben, die Menschen in ihren letzten Stunden bewegen. „Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ hat mich persönlich dazu angeregt, mal mein aktuelles Leben zu analysieren - und Einiges zu optimieren. Denn ich möchte am Ende meiner Tage sagen können - alles klar, ich gehe glücklich und dankbar zurück.  Hier eine kurze Zusammenfassung, die vielleicht auch Sie dazu anregt, mehr auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu achten:

 

1 Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben. Grace tat fünfzig Jahre lang, was ihr Mann und ihre fünf Kinder von ihr verlangten, begehrte nie auf. Dass sie dabei selbst auf der Strecke geblieben war, bemerkte sie erst, als sie zu jenem Zeitpunkt todkrank wird, als sie dachte, endlich ihre lang ersehnte Freiheit leben zu können. „Lassen Sie niemals zu, dass irgend jemand Sie von dem abhält, was Sie wollen“, sagt Grace kurz vor ihrem Tod zu ihrer Sterbebegleiterin Bronnie Ware.

 

2 Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet. „Was für ein Trottel ich gewesen bin. Ich hab’ nur gearbeitet!“ Diesen Satz hörte die Palliativpflegerin oft von älteren Männern. Die Autorin erzählt von John, einem erfolgreichen Geschäftsmann, der nicht und nicht in Pension gehen wollte. Erst als seine Ehefrau todkrank wurde, erkannte er, dass sie all die Reisen, die sie sich immer gewünscht hatten, niemals gemacht hatten. „Fast alle haben zu viel gearbeitet und zu wenig gelebt – weil sie Angst hatten um ihre Karriere und davor, nicht genug Geld zu verdienen.“

 

3 Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. „Kurz vor dem Tod realisieren viele, dass sie selbst nahestehenden Menschen ihre Gefühle nicht gezeigt haben“, schreibt Ware. „Ich hätte mir gewünscht, dass meine Familie mich wirklich gekannt hätte“, erzählte ihr ein 94-Jähriger in seinen letzten Tagen. „Viele Menschen unterdrücken ihre Gefühle um des Friedens willen, das führt dazu, dass sie sich in einer mittelmäßigen Existenz einrichten und nie zu dem werden, was sie hätten sein können.“ Viele Krankheiten, die ihre Patienten über die Jahre entwickelten, rührten daher.

 

Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten. „Einsamkeit kann einen umbringen. Manchmal bin ich ganz ausgehungert nach einer Berührung“, zitiert die Autorin eine ihrer Patientinnen, die sich am Ende ihres Lebens verlassen fühlt – vom eigenen Kind und von den Freunden. „Ich wünschte, ich hätte den Kontakt nicht abreißen lassen. Man denkt immer, dass Freunde immer da sein werden. Aber das Leben geht weiter und plötzlich stehen Sie da und haben keinen Menschen auf der Welt, der sie versteht oder irgend etwas über ihre Geschichte weiß.“

 

Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt. „Viele Patienten erkennen erst zum Schluss, dass sie die Möglichkeiten hatten, zu wählen. Sie stecken in alten Mustern und Gewohnheiten und dem Komfort der Gewohnheit“, sagt Ware. Manchen Menschen musste sie erst sagen, dass sie das Recht hatten, glücklich zu sein, zu lachen und sich auf schöne Dinge zu konzentrieren.